Gaza-Krieg
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Klinikleiter: Drei Babys in Gaza an Unterkühlung gestorben
Weil Israel einen Großteil Gazas komplett zerstört hat, müssen Hunderttausende Palästinenser in notdürftig errichteten Zelten übernachten. Bei Kälte und Nässe sind besonders Säuglinge gefährdet. Eine Kältewelle hat tragische Folgen.
Klinikleiter: Drei Babys in Gaza an Unterkühlung gestorben
Gaza-Krieg: Drei Babys an Unterkühlung gestorben / Photo: AA (AA)
26. Februar 2025

Mindestens drei palästinensische Säuglinge sind nach Angaben eines Klinikleiters im Gazastreifen während einer Kältewelle an Unterkühlung gestorben. Said Saleh, Chef des Krankenhauses Asdika al-Marid in Gaza, sagte, die Babys seien innerhalb der vergangenen Stunden gestorben.

Seit mehr als einem Monat herrscht im Gazastreifen eine fragile Waffenruhe. Hunderttausende Palästinenser haben aber durch die mehr als 15 Monate andauernden Angriffe Israels ihr Zuhause verloren. Ihre Zelte aus Plastikfolien bieten nach UN-Angaben kaum Schutz gegen Kälte, Sturm und Regen.

Ein Wiederaufbau des Gazastreifens kann nach Auffassung Israels aber erst beginnen, wenn alle israelischen Geiseln freigelassen sind und die Hamas dort nicht mehr herrscht.

Die Temperaturen in der Region sind gegenwärtig ungewöhnlich niedrig und fallen nachts auf nur wenige Grad Celsius über dem Gefrierpunkt. Babys sind in solchen Situationen besonders gefährdet, weil sie ihre Körpertemperatur noch nicht selbstständig regulieren können.

Israelischer Vernichtungskrieg in Gaza

Israel hatte nach dem Vergeltungsschlag der Widerstandsorganisation Hamas am 7. Oktober 2023 einen Vernichtungskrieg in Gaza gestartet. Erklärtes Ziel ist die Zerschlagung der Hamas, doch es wurden bisher Zehntausende Zivilisten getötet.

Israel stoppte die Versorgung des Gazastreifens mit Wasser, Lebensmitteln, Treibstoff und Strom und startete zugleich massive Luftangriffe. Anschließend drangen Bodentruppen in den dicht besiedelten Küstenstreifen ein.

Nach palästinensischen Angaben wurden in Gaza seit dem 7. Oktober 2023 mindestens 47.290 Menschen getötet und mehr als 111.170 weitere verletzt. Die Zahl könnte weit höher sein, da noch viele Tote unter den Trümmern liegen und nicht geborgen werden können. Beim Großteil der Todesopfer handelt es sich laut örtlichen Berichten um Frauen und Kinder. Zudem sollen rund 10.000 Palästinenser von israelischen Soldaten verschleppt worden sein.

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